Lieferengpässe als Inflationstreiber
Mitte Februar 2022 berichteten mehrere österreichische Tageszeitungen , dass laut WIFO 30% der aktuellen Inflation auf Lieferengpässe zurückzuführen ist. Denn aus Lieferengpässen resultieren rasant ansteigende Rohstoffpreise. Eine Situation, die sich insbesondere auf dem Energiesektor durch den Krieg in der Ukraine noch verschärfen dürfte. Der Mechanismus dahinter, den ich auch für mein Buch Inflation ausbremsen näher beobachtet habe, ist simpel: Unser Hunger nach Versorgungsgütern ist aktuell größer als die Kapazitäten, die der Markt zu bieten hat. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Schnelle Preisanstiege sind die logische Folge. Das Problem bei der Sache: Wir, bzw. auch unsere Verwaltung und unsere Wirtschaft, sind an Ressourcenknappheit nicht gewöhnt. Die Reaktion auf eine Verknappung ist daher üblicherweise nicht der sparsamere Umgang mit einer Ressource, sondern die Bereitschaft deutlich höhere Preise zu bezahlen, um das zu bekommen, was auf dem Markt noch z...